Schauplätze

Warum die Trottoirs in Thuns Oberer Hauptgasse oben liegen

Die Obere Hauptgasse in Thun besitzt ein Strassenprofil, das selbst unter den historischen Städten der Schweiz ungewöhnlich wirkt: Auf beiden Seiten führen erhöhte Trottoirs an den Häusern entlang, während die eigentliche Gasse deutlich tiefer liegt. Diese Hochtrottoirs bilden keine nachträglich aufgesetzte Aussichtsplattform, sondern sind das Ergebnis einer jahrhundertelangen baulichen Entwicklung. Ihre Entstehung lässt sich nicht mit einer einzigen Massnahme zweifelsfrei erklären. Die bauhistorische Forschung vermutet, dass die Gasse zur Verringerung ihrer Steigung längs abgegraben wurde. Die Hauseingänge blieben dabei auf dem früheren Niveau und mussten durch vorgezogene Geschosse, Terrassen und Treppen neu erschlossen werden. So entstand nach und nach die heute charakteristische zweigeschossige Ladenzeile.

Weiterlesen

Thun unter der Oberfläche: Welche Spuren der alten Stadt heute noch verborgen sind

Unter den Gassen, Plätzen und Häusern von Thun liegt kein geschlossenes Labyrinth, sondern ein vielschichtiges Archiv aus Mauern, Fundamenten, Kellern und verfüllten Gräben. Einzelne Befunde reichen bis zu den mittelalterlichen Stadterweiterungen zurück und verändern das Bild einer Stadt, deren Geschichte oberirdisch oft jünger wirkt, als sie tatsächlich ist. Archäologische Untersuchungen zeigen, wo frühere Befestigungen verliefen, wie Häuser organisiert waren und weshalb ganze Grundstücke zeitweise wieder zu Gärten wurden. Viele Spuren bleiben jedoch unsichtbar, weil sie in privaten Kellern liegen, in Neubauten integriert, nach einer Untersuchung wieder überdeckt oder durch moderne Eingriffe beseitigt wurden.

Weiterlesen

Berner Ka-We-De: Historisches Wellenbad und Eisbahn starten nach Sanierung neu

Nach rund zweijähriger Bauzeit ist die Sanierung der Ka-We-De abgeschlossen. Nachdem die Anlage im Sommer bereits im Rahmen eines Testbetriebs geöffnet war, beginnt am Samstag, 17. Oktober, die Eissaison mit einem Tag der offenen Tür. Die historische Anlage wurde umfassend erneuert und gleichzeitig behutsam weiterentwickelt. Dabei wurden die Eisbahn, das Nichtschwimmbecken und ein unterirdisches Ausgleichsbecken neu gebaut, die Gebäude energetisch saniert und die technischen Anlagen ersetzt. Der Baukredit von 59,4 Millionen Franken konnte eingehalten werden. Die Ka-We-De wurde zwischen 1932 und 1933 von den Architekten Rudolf von Sinner und Hans Beyeler als erste kombinierte Eis- und Wassersportanlage in Bern gebaut. Der für seine Zeit pionierhafte Neubau ist heute ein baukulturell wertvoller Zeitzeuge der Moderne und im schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung aufgeführt.

Weiterlesen

Kanton Bern erleben: Bundesstadt, Seen, Genuss und alpine Ferienwelten

Der Kanton Bern reicht von den Rebhängen am Bielersee über die Bundesstadt und die Hügel des Emmentals bis zu den Gletschern des Berner Oberlands. Deutsch und Französisch, Landwirtschaft und Präzisionsindustrie, UNESCO-Welterbe und lebendige Städte treffen hier aufeinander. Kaum ein anderer Kanton zeigt so viele Seiten der Schweiz auf einmal. Mit einer Fläche von knapp 5’960 Quadratkilometern ist Bern der zweitgrösste Kanton der Schweiz. Ende 2024 lebten 1’071’216 Menschen im damaligen Kantonsgebiet. Diese Zahl schloss Moutier noch ein: Die Stadt mit rund 7’300 Einwohnern wechselte am 1. Januar 2026 zum Kanton Jura. Seither umfasst der Kanton Bern 334 politische Gemeinden.

Weiterlesen

Die Schweiz unter Tage: Fünf faszinierende Ausflugsziele tief im Innern der Berge

Wenn draussen die Sommerhitze flimmert, warten im Innern der Schweizer Berge angenehm kühle Erlebniswelten. Unterirdische Seen, mächtige Tropfsteine, tosende Wasserfälle und historische Salzstollen machen den Ausflug in die Tiefe zu einer Reise durch Jahrtausende. Wir stellen fünf aussergewöhnliche Ziele vor.

Weiterlesen

Empfehlungen