Zug demütigt SC Bern mit 8:1 – sieben Tore ohne Antwort
von belmedia Redaktion Allgemein Bern Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Verbreitung Vereine Zug
Der EV Zug fügt dem SC Bern eine historische Heimschlappe zu. Die Zentralschweizer gewinnen am Samstag, 31. Oktober 2026, in der PostFinance Arena mit 8:1 (0:0, 4:0, 4:1). Nach einem ausgeglichenen Startdrittel bricht die Berner Defensive vollständig auseinander. Tomáš Tatar und Grégory Hofmann treffen jeweils doppelt, während Sven Senteler drei Assists beisteuert.
Robin Nico Antenen eröffnet in der 26. Minute das Skore. Jan Kovář, Hofmann und Tatar bauen die Führung bis zur zweiten Pause auf 4:0 aus. Im Schlussdrittel erhöht Zug innerhalb von knapp vier Minuten auf 7:0. Erst danach gelingt Waltteri Merelä der einzige Berner Treffer.
Für die Mannschaft von Serge Aubin ist die Niederlage besonders bitter. Noch am Freitag hatten die Berner auswärts beim HC Ajoie mit 4:1 gewonnen. Zug dagegen bestätigt seine aufsteigende Form und zieht mit nun 28 Punkten nach Punkten mit dem SCB gleich.
Ein torloses Drittel täuscht über den Ausgang hinweg
Die Begegnung beginnt wesentlich ausgeglichener, als das Schlussresultat vermuten lässt.
Beide Mannschaften suchen ihre Möglichkeiten, ohne im ersten Abschnitt einen Treffer zu erzielen. Bern versucht, an den erfolgreichen Auftritt vom Freitag anzuknüpfen. Zug wiederum will seine gute Ausgangslage mit einem weiteren Sieg verbessern.
Nach 20 Minuten steht es 0:0. Noch deutet wenig darauf hin, dass die Gäste den SCB anschliessend regelrecht überrollen werden.
Antenen eröffnet den Zuger Torreigen
In der 26. Minute fällt der erste Treffer. Robin Nico Antenen verwertet die Vorarbeit von Rico Gredig und Elia Riva zur Zuger Führung.
Dieser Treffer verändert die Begegnung grundlegend.
Die Gäste setzen nach und erhöhen durch Jan Kovář auf 2:0. Bern findet zunehmend weniger Antworten auf das Tempo und die Entschlossenheit des EVZ.
Auch Grégory Hofmann trägt sich in die Torschützenliste ein. Schliesslich trifft Tomáš Tatar ebenfalls, sodass die Gäste mit einer komfortablen 4:0-Führung in die zweite Pause gehen.
Vier Gegentore innerhalb eines Drittels sind für Bern bereits eine erhebliche Belastung. Noch schwerer wiegt, dass die Mannschaft kaum eine Möglichkeit findet, den Zuger Spielfluss zu unterbrechen.
Sieben Gegentore ohne eigene Antwort
Was nach der zweiten Pause folgt, macht den Abend für den SCB endgültig zum Debakel.
Bereits 36 Sekunden nach Wiederbeginn erhöht David Šklenička auf 5:0. Tatar legt seinen zweiten Treffer nach, ehe Hofmann ebenfalls zum zweiten Mal erfolgreich ist.
Zwischen 40:36 und 44:24 Minuten zieht Zug von 4:0 auf 7:0 davon.
Die Berner wirken in dieser Phase überfordert. Besonders auffällig ist, wie schnell die Gäste zu weiteren Torchancen kommen und diese konsequent verwerten.
Für Trainer Serge Aubin ist beim Stand von 0:7 eine personelle Reaktion notwendig. Er nimmt Torhüter Connor Hughes aus dem Spiel und bringt Christof von Burg.
Der Wechsel soll der Mannschaft einen neuen Impuls geben und die Defensive stabilisieren.
Merelä trifft – Rohrer setzt den Schlusspunkt
In der 46. Minute gelingt Bern zumindest noch ein eigener Treffer.
Waltteri Merelä verkürzt auf 1:7. Zu diesem Zeitpunkt ist die Begegnung allerdings längst entschieden.
Zug lässt sich durch den Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen. Vinzenz Rohrer sorgt mit dem achten Treffer für den Endstand.
Damit verteilt sich die Zuger Torausbeute auf sechs verschiedene Schützen. Neben den beiden Doppeltorschützen Tatar und Hofmann sind Antenen, Kovář, Šklenička und Rohrer erfolgreich.
Auch Sven Senteler leistet mit drei Assists einen erheblichen Beitrag zum Kantersieg.
Bern erlebt einen Absturz innerhalb von 24 Stunden
Besonders schwer verständlich ist die deutliche Niederlage angesichts des Auftritts vom Vortag.
Beim 4:1-Auswärtssieg gegen den HC Ajoie hatte Bern noch durch Konzentration, defensive Stabilität und einen späten Doppelschlag überzeugt.
Rodrigo Abols und Rodwin Dionicio entschieden jene Partie innerhalb von elf Sekunden.
Gegen Zug zeigt sich nun ein völlig anderes Bild. Die Berner verlieren im Mitteldrittel die Kontrolle und können auch nach der zweiten Pause keine ausreichende Stabilität herstellen.
Zwei Spiele an aufeinanderfolgenden Tagen stellen hohe Anforderungen an die Mannschaft. Sie erklären aber nicht allein, weshalb Bern sieben Tore ohne eigene Antwort hinnehmen muss.
Aubin wird insbesondere die Abstimmung in der Defensive und den Umgang mit gegnerischen Druckphasen aufarbeiten müssen.
Zug bestätigt seine offensive Stärke
Für den EVZ ist der Auftritt dagegen ein eindrücklicher Beweis seiner Qualität.
Bereits am Freitag hatte die Mannschaft gegen die SCL Tigers mit 3:2 gewonnen. Nun folgt ein deutlich überzeugenderer Auftritt in der Fremde.
Tatar und Hofmann übernehmen mit ihren jeweils zwei Treffern eine wichtige Rolle. Gleichzeitig zeigt die breite Verteilung der Tore, dass Zug über mehrere gefährliche Formationen verfügt.
Mit Spielern wie Kovář, Rohrer und Senteler besitzt der EVZ zusätzliche Möglichkeiten, den Gegner unter Druck zu setzen.
Nach diesem Wochenende stehen die Zentralschweizer bei 28 Punkten aus 13 Spielen. Das entspricht einem Schnitt von 2,15 Punkten pro Partie.
Bern hat ebenfalls 28 Zähler gesammelt, dafür aber 17 Spiele benötigt. Die unterschiedlichen Punktequoten verdeutlichen, wie stark Zug trotz der geringeren Zahl absolvierter Begegnungen unterwegs ist.
Für Bern beginnt die Arbeit nach dem Debakel
Die 1:8-Heimniederlage gehört zu jenen Ergebnissen, die weit über einen gewöhnlichen verlorenen Meisterschaftsabend hinausgehen.
Bern kassiert nicht bloss acht Gegentore, sondern verliert innerhalb kurzer Zeit seine defensive Ordnung. Die Mannschaft muss zeigen, dass sie einen derart deutlichen Rückschlag verarbeiten kann.
Zug nimmt dagegen nicht nur drei Punkte mit, sondern auch erhebliches Selbstvertrauen.
Für die weitere Saison wird entscheidend sein, wie Bern auf die Niederlage reagiert und ob der EVZ seine bisherige hohe Punkteausbeute auch in den kommenden Begegnungen bestätigen kann.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert