Sierre greift nach Scherwey und Grassi
von belmedia Redaktion Allgemein Bern Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Swiss League swisshockey.ch Tessin Themen Transfermarkt Verbreitung Vereine Wallis
Der HC Sierre treibt seine Zukunftsplanung mit Blick auf einen möglichen Aufstieg in die National League voran. Nach Informationen von swisshockey.ch aus dem Umfeld der Walliser stehen Tristan Scherwey vom SC Bern und Daniele Grassi vom HC Ambri-Piotta für die Saison 2027/28 im Fokus. Während Scherweys Vertrag in Bern ausläuft, gestaltet sich die Situation bei Grassi deutlich komplizierter.
Scherwey ist beim SC Bern noch bis zum Ende der Saison 2026/27 gebunden. Der mittlerweile 35-jährige Stürmer hatte 2019 einen langfristigen Vertrag bis 2027 unterschrieben. Damit könnte er im kommenden Sommer grundsätzlich ablösefrei wechseln. Für Sierre wäre der ehemalige Nationalspieler mit seiner Erfahrung, Physis und Führungsqualität eine bedeutende Verstärkung.
Noch bemerkenswerter ist das Interesse an Daniele Grassi. Der Captain von Ambri verlängerte seinen Vertrag im Dezember 2025 bis zum Ende der Saison 2029/30. Aus dem Umfeld der Walliser ist jedoch zu vernehmen, dass ein vorzeitiger Abgang nach dieser Saison trotz des langfristigen Vertrags möglich sein könnte. Sierre beschäftigt sich damit mit zwei Spielern, die unterschiedliche Voraussetzungen für einen möglichen Wechsel mitbringen.
Scherwey wäre im Sommer frei
Bei Tristan Scherwey ist die Ausgangslage vergleichsweise klar. Der SC Bern hatte seinen Vertrag bereits im Februar 2019 bis zum Ende der Saison 2026/27 verlängert. Damals bezeichnete der Klub die Vereinbarung als den längsten Spielervertrag seiner Geschichte.
Scherwey steht seit vielen Jahren für jene Eigenschaften, die Sierre auf dem Weg nach oben helfen könnten: Intensität, Erfahrung, Einsatzbereitschaft und körperliches Spiel.
Der ehemalige Schweizer Nationalspieler gewann mit Bern mehrere Meistertitel und gehört seit Jahren zu den prägenden Persönlichkeiten des Klubs. Seine Erfahrung aus zahlreichen Playoff-Serien wäre für einen ambitionierten Swiss-League-Verein besonders wertvoll.
Im Sommer 2027 könnte Scherwey nach Ablauf seines Vertrags einen neuen Verein wählen. Diese Ausgangslage macht ihn für Sierre zu einem interessanten Kandidaten.
Grassis Situation ist deutlich komplizierter
Anders sieht es bei Daniele Grassi aus. Ambri gab am 23. Dezember 2025 bekannt, den Vertrag seines Captains bis zum Ende der Saison 2029/30 verlängert zu haben.
Der Stürmer des Jahrgangs 1993 hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 414 Spiele für die Leventiner sowie insgesamt 652 National-League-Partien absolviert.
Die Vertragsverlängerung erfolgte während einer schwierigen Phase des Klubs. Nach dem Rücktritt von Paolo Duca und Luca Cereda musste sich Ambri organisatorisch und sportlich neu aufstellen.
Nach Informationen von swisshockey.ch könnte ein vorzeitiger Abschied Grassis im Hinblick auf die kommende Saison dennoch zum Thema werden. Dafür wäre eine entsprechende Lösung zwischen Spieler und Verein erforderlich.
Grassi gilt als emotionaler Leader, der mit seiner Intensität und körperlichen Präsenz wichtige Impulse setzen kann. Besonders für eine Mannschaft mit Aufstiegsambitionen wäre dieses Profil interessant.
Sierre baut an seinem Grossprojekt
Die Namen Scherwey und Grassi passen zur langfristigen Strategie des HC Sierre. Der amtierende Swiss-League-Meister hat sich in den vergangenen Monaten sportlich weiterentwickelt und verfolgt ehrgeizige Ziele.
Trainer und General Manager Chris McSorley erklärte bereits im Sommer, dass seine Mannschaft über genügend Erfahrung und Qualität verfüge, um erneut um die höchsten Ziele der Swiss League zu spielen.
Nach dem Meistertitel 2025/26 sprach der Klub in seiner Kommunikation davon, noch höher hinaus zu wollen. Die sportlichen Ambitionen sind damit klar erkennbar.
Wie gross die Herausforderungen neben dem Eis bleiben, zeigt die Analyse zu den National-League-Ambitionen des HC Sierre. Neben dem sportlichen Erfolg spielen auch die Infrastruktur und die Aufstiegsbewilligung eine wichtige Rolle.
Die geplante Valais Arena ist dabei ein zentraler Bestandteil der langfristigen Entwicklung. Der Klub möchte die Voraussetzungen schaffen, um wieder dauerhaft in der höchsten Schweizer Spielklasse bestehen zu können.
Sechs Siege unterstreichen die Ambitionen
Sportlich liefern die Walliser derzeit überzeugende Argumente. Sierre ist nach sechs Meisterschaftsspielen noch ungeschlagen und liegt mit 17 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz.
Besonders spektakulär verlief der jüngste Spitzenkampf gegen den EHC Basel. Die Mannschaft von Chris McSorley setzte sich in einer torreichen Begegnung mit 9:6 durch.
Damit bestätigte der Titelverteidiger seinen starken Saisonstart. Mit Samuel Asselin und Jayden Halbgewachs verfügt Sierre zudem über zwei der produktivsten Offensivspieler der Liga.
Die Offensive funktioniert, gleichzeitig besitzt die Mannschaft eine Mischung aus Erfahrung und Entwicklungspotenzial.
Erfahrung könnte zum entscheidenden Faktor werden
Die Verpflichtung etablierter Schweizer Spieler wäre für Sierre ein weiterer Schritt in Richtung eines Kaders, der auch höheren Anforderungen gewachsen sein könnte.
Scherwey würde vor allem Erfahrung, Härte und Intensität einbringen. Grassi könnte als zweikampfstarker Stürmer und Führungsspieler eine wichtige Rolle übernehmen.
Beide verfügen über Qualitäten, die gerade in engen Playoff-Serien wertvoll sein können. Gleichzeitig müsste Sierre die wirtschaftlichen Anforderungen solcher Verpflichtungen berücksichtigen.
Mit dem Interesse an den beiden Spielern zeigt sich, dass die Planungen für 2027/28 bereits laufen. Die weitere Entwicklung hängt auch davon ab, welchen sportlichen und infrastrukturellen Weg die Walliser in den kommenden Monaten einschlagen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert