Philip Wüthrich verlässt Ambri – EHC Biel als mögliche neue Adresse
von belmedia Redaktion Allgemein Bern Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch National League News Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel Tessin Themen Transfermarkt Verbreitung
Philip Wüthrich hat sich nach langen und intensiven Überlegungen entschieden, den HC Ambri-Piotta nach der laufenden Saison zu verlassen. Der 28-jährige Schweizer Torhüter wird seinen im Frühjahr 2027 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Als möglicher neuer Arbeitgeber rückt der EHC Biel in den Mittelpunkt. Für die Leventiner bedeutet der Entscheid den bevorstehenden Verlust eines ihrer wichtigsten Leistungsträger.
Ambri hatte dem früheren SCB-Torhüter eine mehrjährige Vertragsverlängerung angeboten. Gleichzeitig bemühte sich der EHC Biel seit Wochen um seine Verpflichtung. Die Entscheidung verlangte Wüthrich einiges ab, denn er hat sich sportlich in der Leventina bestens etabliert. Nun steht fest, dass er seine Zukunft nach dieser Saison ausserhalb Ambris sieht.
Ausgerechnet während einer starken Phase der Tessiner verliert Ambri damit einen wichtigen Bestandteil seiner langfristigen Kaderplanung. Wüthrich gehört mit einer Fangquote von 92,58 Prozent zu den zuverlässigen Schweizer Torhütern der National League. Biel wiederum sucht eine langfristige Lösung für die Zeit nach Harri Säteri.
Lange Überlegungen führen zum Abschied
Die Entscheidung über seine sportliche Zukunft beschäftigte Philip Wüthrich während mehrerer Wochen. Ambri wollte den 28-Jährigen langfristig halten und unterbreitete ihm bereits im September ein Angebot über mehrere Jahre.
Noch im Oktober deuteten die Vertragsgespräche um Wüthrich auf einen möglichen Verbleib hin.
Nun hat sich der Torhüter nach sorgfältiger Abwägung gegen eine Fortsetzung seines Engagements entschieden.
Für Ambri ist das sportlich ein Rückschlag. Wüthrich hat sich seit seinem Wechsel vom SC Bern im Sommer 2025 zu einer wichtigen Stütze entwickelt.
Biel beschäftigt sich seit Wochen mit Wüthrich
Als besonders interessanter Kandidat für seine nächste Station gilt der EHC Biel.
Sportchef Martin Steinegger hatte das Interesse am Schweizer Torhüter bereits im Oktober öffentlich bestätigt. Die Seeländer möchten ihre Torhüterposition langfristig neu ausrichten.
Der Vertrag des finnischen Schlussmanns Harri Säteri läuft nach der Saison 2026/27 aus.
Mit Wüthrich könnte Biel einen Schweizer Torhüter verpflichten, der über viel National-League-Erfahrung verfügt und mit 28 Jahren noch mehrere Spielzeiten auf hohem Niveau bestreiten kann.
Ein Wechsel hätte auch strategische Vorteile: Biel könnte künftig sämtliche Ausländerlizenzen für Feldspieler einsetzen.
Wüthrich gehört zu den stärksten Torhütern der Saison
Die aktuelle Saison verdeutlicht, weshalb sich mehrere Vereine für den ehemaligen Berner interessieren.
In zwölf Einsätzen wehrte Wüthrich 312 von 337 Schüssen ab. Seine Fangquote beträgt 92,58 Prozent.
Der Gegentorschnitt liegt bei 2,06 Treffern pro 60 Minuten. Zudem feierte er bereits zwei Shutouts.
Diese Zahlen sind besonders bemerkenswert, weil Wüthrich seine Werte gegenüber der vergangenen Saison deutlich verbessern konnte.
In der Qualifikation 2025/26 erreichte er in 28 Partien eine Fangquote von 90,6 Prozent.
Ambri muss seine Planung anpassen
Mit Gilles Senn verfügt Ambri bereits über einen Schweizer Torhüter mit einem Vertrag bis zum Ende der Saison 2027/28.
Der 30-Jährige absolvierte in der laufenden Meisterschaft bislang sechs Partien und erreichte eine Fangquote von 88,72 Prozent.
Der Unterschied zwischen den beiden Torhütern zeigt, weshalb Ambri unbedingt mit Wüthrich verlängern wollte.
Sportdirektor Lars Weibel steht nun vor der Aufgabe, eine neue Lösung für die Saison 2027/28 zu finden. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Rolle Senn künftig übernehmen soll.
Rückkehr in die Berner Region?
Für Wüthrich hätte ein Wechsel nach Biel auch eine persönliche Bedeutung.
Der Torhüter stammt aus dem Kanton Bern und durchlief sämtliche Nachwuchsstufen des SC Bern. Bevor er nach Ambri wechselte, sammelte er bei den Mutzen über mehrere Jahre Erfahrung in der höchsten Schweizer Liga.
Mit einem Engagement beim EHC Biel würde er in die Nähe seiner sportlichen Wurzeln zurückkehren.
Sein Entscheid gegen eine Vertragsverlängerung in Ambri schafft nun eine neue Ausgangslage. Ob Biel tatsächlich sein nächster Arbeitgeber wird, dürfte sich im weiteren Verlauf der Transfergespräche zeigen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert